Jeder hat sein Packerl zu tragen, so die Volksweisheit. Wer es liebt, die Natur auf  Wandertrips und Trekking-Touren zu Fuß zu erkunden, weiß ein Lied davon zu singen. Das Packerl, in dem Fall der Rucksack, das sich zu Hause noch ganz leicht angefühlt hat, lastet plötzlich tonnenschwer auf den Schultern. Doch das lässt sich vermeiden : Wer weiß, wie man richtig packt, was man mitnimmt und vor allem was man besser zu Hause lässt, ist klar im Vorteil. Unser Wander-Experte und Langzeit-Pfadfinder Robert Redl verrät euch die wichtigsten Tipps!

Eine Frage des Schwerpunktes

Ein Anfängerfehler, der beim Packen eines Rucksackes häufig passiert: Man macht sich zwar viele Gedanken darüber, was man mitnehmen möchte, investiert jedoch wenig Zeit in die Überlegung, wie der Rucksack gepackt werden sollte. Und doch ist die Position der Ausrüstung im Rucksackinneren ausschlaggebend für ein angenehmes Tragegefühl. Wichtigster Grundsatz: Lasten lassen sich umso leichter tragen, je näher ihr Schwerpunkt über dem des Körpers liegt. Der Körperschwerpunkt befindet sich ungefähr zwischen Bauchnabel und Hüfte. Deshalb sollten schwere Ausrüstungsgegenstände möglichst nah am Rücken und zwischen Schultern und Bauchnabel transportiert werden.  Dort spürt man die Last am wenigsten. Auch das Gleichgewichtsgefühl ist optimal, da sich der Schwerpunkt des Rucksacks über dem des Körpers  befindet und der Rucksack somit beim Tragen nicht nach hinten zieht.

Tipp: Wer einen Klettertrip plant, sollte beim Packen jedoch darauf achten, dass der Schwerpunkt etwas tiefer und damit näher zum Körperschwerpunkt liegt. Bei dieser Packweise läuft man zum Ausgleich zwar etwas weiter nach vorn gebeugt, ist aber schwerer aus dem Gleichgewicht zu bringen, wie bei einem hohen Schwerpunkt.

Ordnung ist die halbe Miete

Bevor wir uns damit befassen, was in den Rucksack soll, gehen wir kurz darauf ein, wohin was soll. Wer hier einen bestimmten Plan befolgt, hat nicht nur schnell zur Stelle, was oft benötigt wird, sondern profitiert auch von einer besseren Gewichtsverteilung.

  • Hauptfach Innen: Schwere Ausrüstungsgegenstände finden am besten im Hauptfach und nahe am Rücken Platz. Hier fällt die schwere Last am leichtesten ins Gewicht.
  • Hauptfach außen: Gestützt wird der Turm an schwerer Ausrüstung, den wir im Hauptfach innen aufgebaut haben, durch leichtere Ausrüstung außen:  Hier finden Wechselwäsche, warme Kleidung und das Erste-Hilfe-Set Platz.
  • Bodenfach: Ganz unten ins Bodenfach wandern weiche, leichte  und voluminöse Sachen, die im Hauptfach zu viel Platz wegnehmen würden – zum Beispiel der Schlafsack oder Daunenbekleidung.
  • Deckelfach: Ganz oben in das Deckelfach packt man am besten kleinere Ausrüstungsgegenstände, die schnell griffbereit sein sollen, etwa Handy, Kompass, Mütze, Sonnenbrille, Regencape oder kleine Snacks.
  • Trinkflasche: Viele Rucksäcke verfügen über eine integrierte Trinksystemaufnahme. Diese ist immer rückennah angebracht, um den Schwerpunkt nicht zu beeinflussen. Fehlt ein solches System, sollte die Trinkflasche jedoch keinesfalls  im Deckelfach positioniert werden, um ein Gegenschlagen an den Kopf zu vermeiden. Sie findet dann am besten in der Außentasche Platz, wo sie ebenfalls schnell zur Hand ist. Zu beachten: Die Außenfächer sollten auf beiden Seiten gleich schwer beladen sein, um den Rucksack im Gleichgewicht zu halten.
  • Außen:  Generell sollte so wenig wie möglich außen am Rucksack befestigt werden. Erstens beeinflussen außen angebrachte Gegenstände den Schwerpunkt des Rucksackes negativ und zweitens besteht die Gefahr, an Bäumen, Sträuchern, Felsvorsprüngen oder ähnlichem hängenzubleiben.


Tipp: Mithilfe von Pack-Organizern nutzt man nicht nur das Packvolumen optimal aus. Diese praktischen Helferlein sorgen auch für Übersicht im Innenleben des Rucksackes. Die extra  für Wander- und Trekking-Trips angefertigten ultraleichten und wasserabweisenden Packhilfen schaffen Ordnung im Chaos und halten auch dann noch Wichtiges sauber und trocken, wenn es im wilden Terrain mal schmutzig wird.

Pack-It Specter Eagle Creek

Ordentliche Helferlein
Pack-it Specter von Eagle Creek: Eine neue und leichte Methode, Kleidung sauber und organisiert zu halten. Transparentes  Material, wetterfest und schmutzresistent.

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  • Cube:               10.5 l, 27 g, 36 cm x 25 cm x 8 cm. € 19,95


Weniger ist mehr

Ich packe meinen Rucksack und nehme...ja, was nehme ich eigentlich alles mit? Verschiedene Faktoren beeinflussen, was auf die Packliste kommt: Hauptausschlaggebend ist natürlich, wie lange man unterwegs ist. Aber auch das Gelände, die Höhen- und die Wetterlage bestimmen, was mit muss. Eines ist allen Vorhaben gemein: Es gilt das Motto „Weniger ist mehr!“ Auch eine Höchstgrenze lässt sich definieren: Maximal 20 – 25 % des Körpergewichts kann ein Trainierter über einen längeren Zeitraum tragen. Bevor man den Rucksack packt, lohnt es sich, alles, was man mitnehmen möchte, vor sich auszubreiten und sich bei jedem einzelnen Gegenstand die Frage zu stellen: „Benötige ich das wirklich?“ Der  vollgepackte Rucksack mag sich zu Hause noch gut auf den Schultern anfühlen, das kann sich später jedoch schnell ändern und von Stunde zu Stunde hat man immer mehr das Gefühl, Blei zu schleppen.

Tipp: Jedes Gramm zählt! Wer länger unterwegs ist, sollte Wert auf leichte Gegenstände legen.  Wir helfen natürlich gerne aus – mit einer großen Auswahl an ultraleichten Produkten wie Textilien, Camping- und Wander-Ausrüstung, Handtüchern und vielem mehr!

Sea to Summit Pocket Towel

Kuscheliges Leichtgewicht
Das Pocket Towel von Sea to Summit ist angenehm weich und hochfunktionell. Doch das Beste daran: Es ist auch ultraleicht und damit ein perfekter Begleiter für längere Wandertrips. (Wird in kleiner Tasche geliefert)

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  • M: 50 x 100 cm, 80 g, € 16,95
  • L: 60 x 120 cm, 112 g, € 19,95
  • XL: 75 x 150 cm, 175 g € 22,95


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